Waldshut-Tiengen, 04.11.2019, von Alexander Maus

Gewappnet für die Deichverteidigung

Zu den größten Einsätzen des THW bundesweit gehörten die Hochwasser an der Elbe in den Jahren 2002 und 2013. Auch Helfer unseres Ortsverbandes waren damals mit dabei. Eine der Hauptaufgaben dabei: die Deichverteidigung.

Am letzten Montag stand eine intensive Ausbildung zum Thema Deichverteidigung auf dem Ausbildungsplan. Dabei wurden zunächst wichtige Grundlagen in der Theorie durchgesprochen, bevor es im Anschluss an die Praxis ging.

Jede Helferin und jeder Helfer im THW sollte über den grundlegenden Aufbau und die Funktionsweise von Hochwasserschutzsystemen Bescheid wissen. Wichtiger Bestandteil dabei sind Deiche, die entlang der Küsten und in besonders hochwassergefährdeten Bereichen errichtet wurden. Über viele Jahrhunderte hinweg wurden diese Deiche von simplen Erdwällen zu komplexen technischen Bauten erweitert - und so entwickelte sich auch eine ganz eigene Sprache mit eigenen Ausdrücken, welche nicht unbedingt jedem sofort geläufig sind. Nach dieser Einweisung verlegte die Mannschaft zum Bauhof der Stadt Waldshut-Tiengen in der unmittelbaren Nachbarschaft.

Dort wurde das Befüllen, Knoten und Stapeln von Sandsäcken geübt. Auch wenn bei Feuerwehr, Bauhof und THW mehrere Paletten gefüllter Sandsäcke vorgehalten werden - diese würden im Fall eines Einsatzes nicht lange ausreichen. Die Mannschaft muss also im Stande sein, schnellstmöglich auch größere Mengen der sandbefüllten Jute- oder Plastiksäcke bereit zu stellen. Hier zeigte sich besonders intensiv, dass THW vor allem Teamarbeit bedeutet. Im Ernstfall würde hier mehr Manpower gebaucht als bei jedem anderen Einsatz des Technischen Hilfswerks, denn das Verlegen und Transportieren von Sandsäcken ist wahre Knochenarbeit.

Im letzten Teil des Abends übten die Helfer die Weitergabe von Sandsäcken über eine Menschenkette sowie das Errichten einer so genannten Quellkade. Hierbei handelt es sich um einen speziellen Sandsackverbau, welcher auf der trockenen Seite eines Deiches errichtet wird, um punktuell austretendes Wasser daran zu hindern, durch seinen Ausfluss Erdreich des Deiches zu erodieren. Am Ende des Abends merkten es unsere Helferinnen und Helfer in ihren Oberarmen: Deichverteidigung ist harte Arbeit!

Besonders gefreut haben wir uns über unsere beiden Gäste an diesem Abend, zwei Mitarbeiter der Regionalstelle Villingen-Schwenningen, die bei der Ausbildung mitmachten und ihr Wissen zum Thema vertieften.


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