Rheinheim, 07.10.2019, von Alexander Maus

Karlsruher Ringe erfolgreich getestet

Bei dem System der so genannten "Karlsruher Ringe" handelt es sich um ein ausgeklügeltes, aber dennoch einfaches System zur Rettung von verschütteten Personen bei Tiefbauunfällen.

In einer nahe gelegenen Kiesgrube konnte der Ortsverband Waldshut-Tiengen zum ersten Mal sein neues Tiefbau-Rettungssystem "Karlsruher Ringe" auf Herz und Nieren testen. Bei diesem ursprünglich von der Berufsfeuerwehr Karlsruhe stammenden System handelt es sich um mehrere ineinander greifende Ringe aus Aluminium, welche sich nach innen verjüngen und auf losem Untergrund eingesetzt werden können. Die Idee dahinter: eine eventuell verschüttete Person, welche sich nicht mehr aus eigener Kraft befreien kann, wird auf diese Art und Weise Stück für Stück frei gegraben. Das größte Problem hierbei bildet die nachrutschende Materie, egal, ob es sich hierbei um Erdreich, Sand oder Kies handelt. 

Mit Hilfe der Karlsruher Ringe lässt sich dieses Problem weitestgehend in den Griff bekommen: die ineinander gesteckten Ringe erlauben es, Erdreich in ihrem inneren auszugraben, während sie Stück für Stück nach unten gleiten. Auf diese Art wird verhindert, dass neues Erdreich in den Kegel gelangt. 

Angenommen war an diesem Abend ein Arbeiter, welcher gut zwei Meter tief unter losem Sand verschüttet lag. Nachdem seine grobe Position bekannt war, wurde die Einsatzstelle zunächst mit Schaltafeln und Bohlen ausgelegt, sodass sich die Helferinnen und Helfer gefahrlos am Rande des Einsatzortes bewegen konnten. Anschließend wurde der größte der insgesamt fünf Ringe aufgesetzt und mit den Grabarbeiten begonnen. Hierbei zeigte sich, dass trotz aller Technisierung manchmal Handarbeit angesagt ist: mit Schaufeln, Klappspaten und Eimern wurde der Sand aus dem Innern des Rings entfernt, bevor Stück für Stück die nächsten, kleineren Ringe eingesetzt werden konnten. 

Vielen Dank an die Tröndle GmbH für das Bereitstellen der Übungsgelegenheit!


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