Waldshut-Tiengen, 25.03.2019, von Alexander Maus

Atemschutzübung der Feuerwehr Döttingen-Klingnau-Koblenz

Wer am Mittwochabend am Gelände des Technischen Hilfswerks in Waldshut-Tiengen vorbeifuhr, dem boten sich teilweise seltsame Szenen; eine Gruppe von Menschen, in Uniformen, mit Helmen und Atemschutzgeräten, spielte Fußball auf dem Hof. Es herrschte fast absolute Dunkelheit, nur der Lichtschein der Taschenlampen erhellte den Asphalt.

Mit abgedeckten Masken sind selbst Hindernisse in absoluter Nähe schwer zu erkennen.

Hintergrund war eine Atemschutzübung der Feuerwehr Döttingen-Klingnau-Koblenz gemeinsam mit einer Gruppe der Atemschutzgeräteträger des Ortsverbands Waldshut-Tiengen. Mit ihren Fahrzeugen waren die Wehrmänner am Mittwochabend angerückt und stellten sich unterschiedlichen Herausforderungen, so unter anderem der Brandbekämpfung und einer Personenrettung. Zunächst jedoch erkundeten die Einsatzkräfte mit geschwärzten Masken die vollgestellte Fahrzeughalle des Ortsverbandes, um einen Einsatz unter erschwerten Bedingungen zu simulieren. Weshalb die geschwärzten Masken? In einer rauchgefüllten Umgebung sind die Sichtbedingungen nicht viel besser, auch starke Lichtquellen sind nach wenigen Zentimetern an ihrem Ende. Bei der Suche nach vermissten Personen gibt es hier nur noch die „unterste Gangart“ und die Zuhilfenahme von Händen und Füßen, um Menschen zu finden.

Hauptaufgabe der Feuerwehr ist sicherlich die Brandbekämpfung. Diese wurde an einer Station unseres Außengeländes geprobt, ebenso die Rettung einer verunfallten Person aus der unterirdischen Kriechanlage auf unserem Außengelände. Die engen Betonröhren sind für Arbeiten in ihrem Inneren immer eine Herausforderung, vor allem dann, wenn man selbst noch mit einem Atemschutzgerät auf dem Rücken hinein muss. Schlussendlich jedoch gelang die Rettung der Person und sie kam nach wenigen Minuten wieder in Freiheit. Und das Fußballspiel? Eine abwechslungsreiche Aufwärmübung, um sich an das Gefühl und die erschwerten Bedingungen des Atmens unter Pressluft zu gewöhnen.

Nach knapp zwei Stunden war die interessante Übung beendet und alle Helferinnen und Helfer konnten nach einem Vesper gestärkt den Nachhauseweg antreten.


  • Mit abgedeckten Masken sind selbst Hindernisse in absoluter Nähe schwer zu erkennen.

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